Wie bereits erwähnt wurde dem Verfasser, als er die „Söhne der Großen Bärin“ als Erwachsener erneut rezipierte, bewusst, dass zu den für einen de facto-Genozid an der nordamerikanischen Naive Americans verantwortlichen Mittätern immer wieder auch deutsche Einwanderer zählten, deren Geschichte und Biographie auf das Engste mit derjenigen der nordamerikanischen Ureinwohner verknüpft ist, wodurch die Beschäftigung mit der Historie der Letzteren notwendigerweise zum Teil auch zu eine Beschäftigung gerade auch mit bis heute zumeist völlig vernachlässigten und verdrängten Teilaspekten der deutschen Geschichte werden muss. Schon von Anfang der Inbesitznahme des amerikanischen Kontinents an haben nämlich gerade auch die deutschen Länder immer wieder zahllose Auswanderer in die neue Welt exportiert, die dabei zumeist wohl keinerlei Gedanken an das Schicksal der dortigen Urbevölkerung verschwendeten. Bereits seit Anfang des 18. Jahrhundert begann eine breitere Auswanderung, die in wechselnder Stärke im Lauf von rund zwei Jahrhunderten so viele Deutsche nach Nordamerika brachte, dass ein nicht geringer Teil der heute dort lebenden Bevölkerung deutscher Abstammung ist. So wanderten allein um die Mitte des 19. Jahrhunderts, nach der Niederschlagung der Volksaufstände im deutschen Südwesten, aus dem Großherzogtum Baden mindestens 80.000 Menschen nach den Vereinigten Staaten von Amerika, dem „Hort der ersehnten Freiheit“ aus. Und die Auswandererzahlen blieben auch in den folgenden Jahren und Jahrzehnten unverändert hoch.
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